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5 (1861) Über Deutschland : Th. 1
Entstehung
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besprochen worden. Es ist jedoch sein schwächstesWerk. Dieses Buch, wie noch einige andere Schrif-ten, worin sich der religiöse Geist des Lcibnitz aus-spricht, hat ihm manchen bösen Leumund, manchebittere Vcrkennung zugezogen. Seine Feinde habenihn der gcmüthlichstcn Schwachköpfigkcit beschuldigt;seine Freunde, die ihn vcrthcidigten, machten ihndagegen zu einem pfiffigen Heuchler. Der Charakterdes Leibnitz blieb lange bei uns ein Gegenstandder Kontroverse. Die Billigsten haben ihn vondem Vorwurf der Zweideutigkeit nicht freisprechenkönnen. Am meisten schmähten ihn die Freidenkerund Aufklärer. Wie konnten sie einem Philosophenverzeihen, die Dreieinigkeit, die ewigen Höllenstrascnund gar die Gottheit Christi vcrthcidigt zu haben!So weit erstreckte sich nicht ihre Toleranz. AberLcibnitz war weder ein Thor noch ein Schuft, undvon seiner harmonischen Höhe konnte er sehr gutdas ganze Christenthum verthcidigen. Ich sage: dasganze Christcnthum, denn er vcrthcidigte es gegendas halbe Christenthum. Er zeigte die Konsequenzder Orthodoxen im Gegensätze zur Halbheit ihrerGegner. Mehr hat er nie gewollt. Und dannstand er auf jenem Judifferenzpunkte, wo die ver-schiedensten Systeme nur verschiedene Seiten der-selben Wahrheit sind. Diesen Jndifferenzpunkt hat