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inglri. Mit Leibnitz erblühte ein großer Eifer fürphilosophisches Studium bei den Deutschen. Erweckte die Geister und lenkte sie in neue Bahnen.Ob der inwohnendcn Milde, ob des religiösenSinnes, der seine Schriften belebte, wurden auchdie widerstrebenden Geister mit der Kühnheit der-selben einigermaßen ausgesöhnt, und die Wirkungwar ungeheuer. Die Kühnheit dieses Denkers zeigtsich namentlich in seiner Monadenlehre, eine dermerkwürdigsten Hypothesen, die je aus dem Haupteeines Philosophen hervorgegangen. Diese ist auchzugleich das Beste, was er geliefert; denn es däm-mert darin schon die Erkenntnis der wichtigsten Ge-setze, die unsere heutige Philosophie erkannt hat.Die Lehre von den Monaden war vielleicht nur eineunbehilfliche Formulierung dieser Gesetze, die jetztvon den Naturphilosophen in bessern Formeln aus-gesprochen worden. Ich sollte hier eigentlich stattdes Wortes „Gesetz" eben nur „Formel" sagen;denn Newton hat ganz Recht, wenn er bemerkt,dass Dasjenige, was wir Gesetze in der Naturnennen, eigentlich nicht existiert, und dass es nurFormeln sind, die unserer Fassungskraft zu Hilfekommen, um eine Reihe von Erscheinungen in derNatur zu erklären. Die Theodicee ist in Deutsch-land von allen Lcibnitzischcn Schriften am meisten