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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
Seite
270
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ihr zu sprechen, jedoch zurückgehalten von zagenderDelikatesse.

Ich mochte wohl schon einige Zeit schweigendhinter ihr gestanden haben, als sie Plötzlich ausihrem Bouguct eine Blume zog und, ohne sichnach mir umzusehen, über ihre Schulter hinwegmir diese Blume hinreichte. Sonderbar war derDuft dieser Blume, und er übte aus mich eineeigentümliche Verzauberung. Ich fühlte mich ent-rückt aller gesellschaftlichen Förmlichkeit, und mirwar wie in einem Traume, wo man Allerlei thntund spricht, worüber man sich selber wundert, undwo unsere Worte einen gar kindisch traulichen undeinfachen Charakter tragen. Ruhig, gleichgültig,nachlässig, wie man es bei alten Freunden zu thunpflegt, beugte ich mich über die Lehne des Sessels,und flüsterte der jungen Dame ins Ohr:

Mademoiselle Laurence, wo ist denn die Muttermit der Trommel?

„Sie ist todt," antwortete sie in demselbenTone, eben so ruhig, gleichgültig, nachlässig.

Nach einer kurzen Pause beugte ich mich wie-der über die Lehne des Sessels und flüsterte derjungen Dame ins Ohr: Mademoiselle Laurence,wo ist denn der gelehrte Hund?