— 267
zu Ende rinnt, und sie wieder hinabsteigen müssenin die Eiskälte des Grabes.
Es war auf einer Soirse in der Chausseed'Antin, wo mir diese Betrachtung recht tief dieSeele bewegte. Es war eine glänzende Soiree,und Nichts fehlte an den herkömmlichen Ingre-dienzen des gesellschaftlichen Vergnügens: genugLicht um beleuchtet zu werden, genug Spiegel umsich betrachten zu können, genug Menschen um sichheiß zu drängen, genug Zuckcrwasser und Eis umsich abzukühlen. Man begann mit Musik. FranzLiszt hatte sich ans Fortepiano drängen lassen,strich seine Haare aufwärts über die geniale Stirn,und lieferte eine seiner brillantesten Schlachten.Die Tasten schienen zu bluten. Wenn ich nichtirre, spielte er eine Passage aus den Palingcne-siecn von Ballanche, dessen Ideen er in Musikübersetzte, was sehr nützlich für Diejenigen, welchedie Werke dieses berühmten Schriftstellers nicht imOriginale lesen können. Nachher spielte er denGang nach der Hinrichtung, In nrarolle an sup>-xliLE, von Bcrlioz, das treffliche Stück, welchesdieser junge Musiker, wenn ich nicht irre, am Mor-gen seines Hochzeitstages komponiert hat. Im gan-zen Saale erblassende Gesichter, wogende Busen,leises Athmen während der Pausen, endlich tobender