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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
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verstand Nichts von der Tanzkunst, wie sie Vcstrislehrt, aber sie tanzte wie die Natur den Menschenzu tanzen gebietet: ihr ganzes Wesen war im Ein-klänge mit ihren Pas, nicht bloß ihre Fuße, son-dern ihr ganzer Leib tanzte, ihr Gesicht tanzte...sie wurde manchmal blast, fast todtenblast, ihreAugen öffneten sich gespenstisch weit, um ihre Lippenzuckten Begier und Schmerz, und ihre schwarzenHaare, die in glatten Ovalen ihre Schläfen um-schlossen, bewegten sich wie zwei flatternde Rabcn-flügel. Das war in der That kein klassischer Tanz,aber auch kein romantischer Tanz, in dem Sinnewie ein junger Franzose von der Eugöne Renducl'-schcn Schule sagen würde. Dieser Tanz hatteweder etwas Mittelalterliches, noch etwas Bcne-tianisches, noch etwas Bucklichtcs, noch etwas Ma-kabrischcs, es war weder Mondschein darin, nochBlutschande ... Es war ein Tanz, welcher nichtdurch äußere Bcwcgnngsfvrmcn zu amüsieren strebte,sondern die äußeren Bcwegungsformen schienenWorte einer besonderen Sprache, die etwas Beson-deres sagen wollte. Was aber sagte dieser Tanz?Ich konnte es nicht verstehen, so leidenschaftlich auchdiese Sprache sich gebürdete. Ich ahnte nur manch-mal, dast von etwas grauenhaft Schmerzlichem dieRede war. Ich, der sonst die Signatur aller