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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
Seite
251
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Tanz und Tänzerin nahmen fast gewaltsammeine ganze Aufmerksamkeit in Anspruch. Daswar nicht das klassische Tanzen, das wir noch inunseren großen Balletten finden, wo, ebenso wiein der klassischen Tragödie, nur gespreizte Einheitenund Künstlichkciten herrschen; Das waren nichtjene getanzten Alexandriner, jene deklamatorischenSprünge, jene antithetischen Entrechats, jene edleLeidenschaft, die so wirbelnd auf einem Fuße her-umpirouettiert, dass man Nichts sieht als Himmelund Trikot, Nichts als Idealität und Lüge! Esist mir wahrlich Nichts so sehr zuwider wie dasBallett in der großen Oper zu Paris, wo sich dieTradition jenes klassischen Tanzcns am reinsten er-halten hat, während die Franzosen in den übrigenKünsten, in der Poesie, in der Musik und in derMalerei, das klassische System umgestürzt haben.Es wird ihnen aber schwer werden, eine ähnlicheRevolution in der Tanzkunst zu vollbringen; es seidenn, dass sie hier wieder, wie in ihrer PolitischenRevolution, zum Terrorismus ihre Zuflucht nehmen,und den verstockten Tänzern und Tänzerinnen desalten Regimes die Beine guillotinieren. Mademoi-selle Laurence war keine große Tänzerin, ihre Fuß-spitzen waren nicht sehr biegsam, ihre Beine warennicht geübt zu allen möglichen Verrenkungen, sie