241 —
das Tischtuch aufgehoben wird und die Damensich von der Tafel wegbcgebcn, und statt ihrer ebenso viele Boutcillen Portwein aufgetragen werden. . . denn durch letztere glauben sie die Abwesen-heit des schönen Geschlechtes aufs beste zu ersetzen.Ich sage des schönen Geschlechtes, denn die Eng-länderinnen verdienen diesen Namen. Es sind schöne,weiße, schlanke Leiber. Nur der allzubrcitc Raumzwischen der Nase und dem Munde, der bei ihneneben so häufig wie bei den englischen Männerngefunden wird, hat mir oft in England die schönstenGesichter verleidet. Diese Abweichung von demTypus des Schönen wirkt auf mich noch fataler,wenn ich die Engländer hier in Italien sehe, woihre kürglich gemessenen Nasen und die breite Fleisch-fläche, die sich darunter bis zum Maule erstreckt,einen desto schrofferen Kontrast bildet mit den Ge-sichtern der Jtaliäncr, deren Züge mehr von antikerRegelmäßigkeit sind, und deren Nasen, entwederrömisch gebogen oder griechisch gesenkt, nicht seltenins Allzulänglichc ausarten. Sehr richtig ist dieBemerkung eines deutschen Reisenden, dass die Eng-länder, wenn sie hier unter den Jtaliänern wan-deln, Alle wie Statuen aussehen, denen man dieNasenspitze abgeschlagen hat.
He ine's Werke. Bd. IV.
16