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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
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sang und was er selber während ihres Singens inder Seele fühlte. O, Das waren Mclodicen, wiedie Nachtigall sie flötet in der Abenddämmerung,wenn der Duft der Rose ihr das ahnende Früh-lingshcrz mit Sehnsucht berauscht! O, Das wareine schmelzende, wollüstig hinschmachtcndc Selig-keit! Das waren Töne, die sich küssten, dannschmollend einander flohen, und endlich wiederlachend sich umschlangen und eins wurden, und intrunkener Einheit dahinstarben. Ja, die Töne triebenein heiteres Spiel, wie Schmetterlinge, wenn einerdem anderen neckend ausweicht, sich hinter eineBlume verbirgt, endlich erhascht wird, und dannmit dem anderen, leichtsinnig beglückt, im goldncnSonnenlichte hinaufflattert. Aber eine Spinne, eineSpinne kann solchen verliebten Schmetterlingen malplötzlich ein tragisches Schicksal bereiten. AhnteDergleichen das junge Herz? Ein wehmüthig seuf-zender Ton, wie Vorgefühl eines heranschleichendenUnglücks, glitt leise durch die entzücktesten Melo-diecn, die aus Paganini's Violine hervorstrahltcn. . . Seine Augen werden feucht . . . Anbetendkniet er nieder vor seiner Amata . . . Aber ach!indem er sich beugt, um ihre Füße zu küssen, er-blickt er unter dem Bette einen kleinen Abbecke!Ich weiß nicht, was er gegen den armen Menschen