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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
Seite
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gestützt auf ihrem rechten Arm, und die Thränenflössen ihr unaufhörlich über die Wangen. So hatteich sie noch nie weinen sehen. Sie umarmte michmit hastiger Zärtlichkeit und bat mich um Ver-zeihung, dass ich durch Johann's Nachlässigkeit keinf ordentliches Bett bekommen werde.Die alteMarthe," sagte sie,ist schwer krank und kann dir,liebes Kind, ihr Bett nicht abtreten. Johann solldir aber die Kissen aus dem Wagen so zurecht legen,dass du darauf schlafen kannst, und er mag dirauch seinen Mantel zur Decke geben. Ich selberschlafe hier auf Stroh; es ist das Schlafzimmermeines seligen Vaters; es sah sonst hier viel besseraus. Lass mich allein!" Und die Thränen schössenihr noch heftiger aus den Augen.

War es nun das ungewohnte Lager oder dasaufgeregte Herz, es ließ mich nicht schlafen. DerMondschein drang so unmittelbar durch die gebro-chenen Fensterscheiben, und es war mir, als wolleer mich hinauslocken in die helle Sourmernacht.Ich mochte mich rechts oder links wenden aufmeinem Lager, ich mochte die Augen schließen oderwieder ungeduldig öffnen, immer muffte ich an dieschöne Marmorstatue denken, die ich im Grase liegensehen. Ich konnte mir die Blödigkeit nicht erklären,die mich bei ihrem Anblick erfasst hatte; ich ward

Hein e's Werke. Bd. IV. iz