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4 (1861) Novellistische Fragmente
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saßen, wie in einem gesellschaftlichen Kreise, dieschönen Nixen, nnd in ihrer Mitte stand ein jnngerNix, der mit gefühlvoll belebtem Angesicht meineLiebesliedcr deklamierte. Ein stürmischer Beifall er-scholl bei jeder Strophe; die grünlockichten Schönenapplaudierten so leidenschaftlich, dass Brust undNacken erröthcten, nnd sie lobten mit einer freu-digen, aber doch zugleich mitleidigen Begeisterung:Welche sonderbare Wesen sind diese Menschen!Wie sonderbar ist ihr Leben! wie tragisch ihr gan-zes Schicksal! Sie lieben sich und dürfen es mei-stens nicht sagen, und dürfen sie es einmal sagen,so können sie doch einander selten verstehn! Nnddabei leben sie nicht ewig wie wir, sie sind sterb-lich, nur eine kurze Spanne Zeit ist ihnen vergönntdas Glück zu suchen, sie müssen es schnell erhaschen,hastig ans Herz drücken, ehe es entflicht dess-halb sind ihre Liebesliedcr auch so zart, so innig,so süß ängstlich, so vcrzwcislungsvoll lustig, ein soseltsames Gemisch von Freude und Schmerz. DerGedanke des Todes wirft seinen melancholischenSchatten über ihre glücklichsten Stunden und tröstetsie lieblich im Unglück. Sie können weinen. WelchePoesie in so einer Menschenthräne!"

Hörst du, sagte ich zu Zadviga, wie Die daunten über uns urthcilen?- Wir wollen uns