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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
Seite
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führt, cin Lcbcn mit allen Schrecknissen jener Schei-dung, die wir eben zwischen Lcbcn und Geist ge-stiftet? Wenn einst in der Zukunft beide wiederin unserem Bcwusstscin vereinigt sind, dann gicbtes vielleicht keine Träume mehr, oder nur krankeMenschen, Menschen, deren Harmonie gestört, wer-den träumen. Nur leise und wenig träumten dieAlten; ein starker, gewaltiger Traum war bei ihnenwie ein Ereignis und wurde in die Geschichts-bücher eingetragen. Das rechte Träumen beginnterst bei den Inden, dem Volke des Geistes, underreichte seine höchste Blttthc bei den Christen, demGeistcrvolk. Unsere Nachkommen werden schaudern,wenn sie einst lesen, welch ein gespenstiges Daseinwir geführt, wie der Mensch in uns gespalten warund nur die eine Hälfte ein eigentliches Leben ge-führt. Unsere Zeit und sie beginnt am KreuzeChristi wird als eine große Krankhcitsperiodeder Menschheit betrachtet werden.

Und doch, welche süße Träume haben wirträumen können! Unsere gesunden Nachkommenwerden es kaum begreifen. Um uns her verschwan-den alle Herrlichkeiten der Welt, und wir fanden siewieder in unserer inneren Seele in unsere Seeleflüchtete sich der Duft der zertretenen Rosen und derlieblichste Gesang der verscheuchten Nachtigallen

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