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Äuglein erzählte er seiner Frau des Morgens beimKasse, wie er wieder hochbegnadigt worden, wie dieheiligsten Personen ihn ihres Gespräches gewürdigt,wie er sogar mit der allerhöchst heiligen MajestätJehovah's verkehrt, und wie alle Frauen des alten Te-stamentes ihn mit der freundlichsten und zärtlichstenAufmerksamkeit behandelt. Letzterer Umstand warmeiner Hauswirthin gar nicht lieb, und nicht seltenbezeugte sie die eifersüchtigste Misslaune über ihresMannes nächtlichen Umgang mit den Weibern desalten Testamentes. Wäre es noch, sagte sie, diekeusche Mutter Maria, oder die alte Marthe, oderauch meinethalb die Magdalene, die sich ja ge-bessert hat — aber ein nächtliches Verhältnis mitden Sauftöchtern des alten Loth, mit der sauberenMadam Judith, mit der verlauseneu Königin vonSaba und dergleichen zweideutigen Weibsbilderndarf nicht geduldet werden. Nichts glich aber ihrerWuth, als eines Morgens ihr Mann im Über-geschwätze seiner Seligkeit eine begeisterte Schilde-rung der schönen Esther entwarf, welche ihn ge-beten, ihr bei ihrer Toilette behülflich zu sein,indem sie durch die Macht ihrer Reize den KönigAhasveros für die gute Sache gewinnen wollte.Vergebens betheuertc der arme Mann, dass HerrMardachai selber ihn bei seiner schönen Pflege-