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urtheil, welches ich bisher gegen blonde Hnare nndblane Augen hegte, aufs siegreichste zerstört hat.Jetzt erst begriff ich, warum ein englischer Dichtersolche Damen mit gefrorenem Champagner vcrgli-chen hat. In der eisigen Hülle lauert der heißesteExtrakt. Es giebt nichts Pikanteres als der Kon-trast jener äußeren Kälte und der inneren Gluth,die bacchantisch emporlodert und den glücklichenZecher unwiderstehlich berauscht. Ja, weit mehrals in Brünetten zehrt der Sinnenbrand in man-chen scheinstillen Heiligenbildern mit goldenem Glo-rienhaar und blauen Himmelsaugen und frommenLiljenhänden. Ich weiß eine Blondine aus einemder besten niederländischen Häuser, die zuweilenihr schönes Schloss am Zuydcrsee verließ, undinkognito nach Amsterdam und dort ins Theaterging, Jedem, der ihr gefiel, Apfelsinenschalen ausden Kopf warf, zuweilen gar in Matrosenherbergendie wüsten Nächte zubrachte, eine holländischeMessaline.
— — Als ich ins Theater noch einmalzurückkehrte, kam ich eben zur letzten Scene desStücks, wo auf einer hohen Mecrklippe das Weibdes fliegenden Holländers, die Frau fliegende Hol-länderin, verzweiflnngsvoll die Hände rmgt, wäh-rend ans dem Meere, auf dem Verdeck seines