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der Galerie herab, und in der Hand hielt sie einenApfel, oder vielmehr eine Apfelsine. Statt mir abersymbolisch die Hälfte anzubieten, warf sie mir bloßmetaphorisch die Schalen auf den Kopf. War esAbsicht oder Zufall? Das wollte ich wissen. Ichwar aber, als ich ins Paradies hinaufstieg, um dieBekanntschaft fortzusetzen, nicht wenig befremdet,ein weißes sanftes Mädchen zu finden, eine über-aus weiblich weiche Gestalt, nicht schmächtig, aberdoch krystallig zart, ein Bild häuslicher Zucht undbeglückender Holdseligkeit. Nur um die linke Ober-lippe zog sich Etwas, oder vielmehr ringelte sichEtwas wie das Schwänzchen einer fortschlüpscndcnEidechse. Es war ein geheimnisvoller Zug, wieman ihn just nicht bei den reinen Engeln, aberauch nicht bei hässlichcn Teufeln zu finden Pflegt.Dieser Zug bedeutete weder das Gute noch dasBöse, sondern bloß ein schlimmes Wissen; es istein Lächeln, welches vergiftet worden von jenemApfel der Erkenntnis, den der Mund genossen.Wenn ich diesen Zug auf weichen, vollrosigen Mäd-chenlippen sehe, dann fühl' ich in den eignen Lippenein krampfhaftes Zucken, ein zuckendes Verlangenjene Lippen zu küssen; es ist Wahlverwandtschaft.
Ich flüsterte daher dem schönen Mädchen insOhr: Juffrow! ich will deinen Mund küssen.