Druckschrift 
4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
Seite
85
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Hosen für meinen Vater daraus hcrvorwachscnwürden.

Mein Vater war die gütigste Seele von derWelt und war lange Zeit ein wunderschöner Mann;der Kopf gepudert, hinten ein niedlich geflochtenesZöpfchen, das nicht hcrabhing, sondern mit einemKämmchcn von Schildkröte auf dem Scheitel befe-stigt war. Seine Hände waren blendend weiß,und ich küsste sie oft. Es ist mir, als röche ichnoch ihren süßen Duft und er dränge mir stechendins Auge. Ich habe meinen Vater sehr geliebt;denn ich habe nie daran gedacht, dass er sterben könne.

Mein Großvater väterlicher Seite war deralte Herr von Schnabelcwopski; ich weiß garNichts von ihm, außer dass er ein Mensch unddass mein Vater sein Sohn war. Mein Großvatermütterlicher Seite war der alte Herr von Wlrssrnski^nan mnss gleichfalls niesen, wenn man seinenNamen richtig aussprechen will), und er ist abge-malt in einem scharlachrothcn Sammctrock undeinem langen Degen, und meine Mutter erzähltemir oft, dass er einen Freund hatte, der einengrünseidenen Rock, rosascidne Hosen und weißseidneStrümpfe trug, und wüthend den kleinen Cha-pcanbas hin und her schwenkte, wenn er vom Königvon Preußen sprach.