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Kapitel III.
Als die schöne Sara nach beendigtem Got-tesdienste in den Hof der Synagoge hinabstieg,stand dort der Nabln, harrend seines Weibes. Ernickte ihr mit heiterem Antlitz nnd geleitete siehinaus auf die Straße, wo die frühere Stilleganz verschwunden und ein lärmiges Mcnschcn-gewimmel zu schauen war. Bärtige Schwarzröcke,wie Ameisenhaufen; Weiber, glanzreich hinflat-ternd, wie Goldkäfer; ncugcklcidete Knaben, dieden Alten die Gebetbücher nachtrugen; junge Mäd-chen, die, weil sie nicht in die Synagoge gehendürfen, jetzt aus den Häusern ihren Eltern ent-gegen hüpfen, vor ihnen die Lockcnköpfchcn beugen,um den Segen zu empfangen — Alle heiter undfreudig, nnd die Gasse auf und ab spazierend imseligen Vorgefühl eines guten Mittagmahls, dessen