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unter die Nase der Ohnmächtigen eine alte Citrone,die, mit Gewürznägelchcn durchstochen, noch vomletzten Fasttage herrührte, wo sie zum nervenstär-kenden Anriechen diente. Ermattet und tief seuf-zend schlug endlich die schöne Sara die Augen aus,und mit stummen Blicken dankte sie für die gütigeSorgfalt. Doch jetzt ward unten das Achtzchn-Gcbet, welches Niemand versäumen darf, feierlichangestimmt, und die geschäftigen Weiber eiltenzurück nach ihren Plätzen, und verrichteten jenesGebet, wie es geschehen muss, stehend und dasGesicht gewendet gegen Morgen, welches die Him-melsgegend, wo Jerusalem liegt. Vögele Ochs,Schnapper-Elle und Hündchen Reiß verweilten amlängsten bei der schönen Sara; die beiden Ersteren,indem sie ihr eifrigst ihre Dienste anboten, dieLetztere, indem sie sich nochmals bei ihr erkundigte,wesshalb sie so plötzlich ohnmächtig geworden.
Die Ohnmacht der schönen Sara hatte abereine ganz besondere Ursache. Es ist nämlich Ge-brauch in der Synagoge, dass Jemand, welchereiner großen Gefahr entronnen, nach der Verle-sung der Gesetzabschnittc öffentlich hervortritt undder göttlichen Vorsicht für seine Rettung dankt.Als nun Rabbi Abraham zu solcher Danksagungunten in der Synagoge sich erhob, und die schöne
He ine's Werke, Bd, IV,
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