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4 (1861) Novellistische Fragmente
Entstehung
Seite
62
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den Anstand , womit sie die schalkhaften Huldigun-gen der Jugend entgegen nimmt.

„Wisst ihr wohl/' — rief jetzt HündchenReiß — „die Schnapper-Elle hat gestern gesagt:Wenn ich nicht schön und klng und geliebt wäre,so möchte ich nicht ans der Welt sein!"

Da wurde etwas laut gekichert, und die nah-stehende Schnapper-Elle, merkend, dass es aufihre Kosten geschah, hob vcrachtungsooll ihr Augeempor, und wie ein stolzes Prachtschiff segelte sienach einem entfernteren Platze. Die Vögele Ochs,eine runde, etwas täppische Frau, bemerkte mit-leidig, die Schnapper-Elle sei zwar eitel und be-schränkt, aber sehr bravmüthig, und sie thuc sehrviel Gutes an Leute, die es nöthig hätten.

„Besonders an den Nasenstcrn" — zischteHündchen Reiß. Und Alle, die das zarte Verhält-nis kannten, lachten um so lauter.

„Wisst ihr wohl" — setzte Hündchen hämischhinzu — „der Nasenstcrn schläft jetzt auch im Hauseder Schnapper-Elle . . . Aber seht mal, dortunten die Tüschen Flörsheim trägt die Halskette,die Daniel Fleisch bei ihrem Manne versetzt hat.Die Fläsch ärgert sich . . . 'Jetzt spricht sie mitder Flörsheim . . . Wie sie sich so freundlich die