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wüsten Platz, der das neue Zndcnguarticr von derübrigen Stadt trennte.
Vor jener Zeit wohnten die Juden zwischendem Dom und dem Mainufcr, nämlich von derBrücke bis zum Lumpenbrunnen und von derMehlwage bis zu Sankt Bartholomen. Aber diekatholischen Priester erlangten eine päpstliche Bulle,die den Juden verwehrte, in solcher Nähe derHauptkirche zu wohnen, und der Magistrat gabihnen einen Platz auf dem Wallgraben, wo sie dasheutige Zudcnguartier erbauten. Dieses war mitstarken Mauern versehen, auch mit eisernen Kettenvor den Thoren, um sie gegen Pöbclandrnng zusperren. Denn hier lebten die Inden ebenfalls inDruck und Angst, und mehr als heut zu Tage inder Erinnerung früherer Nöthen. Im Jahre 1240hatte das entzügcltc Volk ein großes Blutbad unterihnen angerichtet, welches man die erste Indemschlacht nannte, und im Jahre 1349, als die Geiß-lcr bei ihrem Durchzuge die Stadt anzündeten unddie Juden des Brandstiftcns anklagten, wurdenDiese von dem aufgereizten Volke zum größtenThcile ermordet, oder sie fanden den Tod in denFlammen ihrer eigenen Häuser, welches man diezweite Jndcnschlacht nannte. Später bedrohte mandie Juden noch oft mit dergleichen Schlachten, und