begreifen, aber nicht den Mond, und am allerwenig-sten das selige Schluchzen und melancholisch ent-zückte Trillern der Nachtigallen . . .
Ja, weder ihre empirische Bekanntschaft mitden menschlichen Passionen, noch ihre positive Welt-kenntnis ist den Franzosen von einigem Nutzen,wenn sie die Erscheinungen und Töne cnträthsclnwollen, die ihnen aus dem Zaubergarten der Shak-spcarc'schcn Komödie entgegen glänzen und klingen. . . Sie glauben manchmal ein Menschcngcsichtzu sehen, und bei näherem Hinblick ist es eineLandschaft, und was sie für Augenbrauen hielten,war ein Haselbusch, und die Nase war ein Felsenund der Mund eine kleine Quelle, wie wir Der-gleichen auf den bekannten Vexierbildern schauen...Und umgekehrt, was die armen Franzosen für einenbizarrgewachscuen Baum oder wunderlichen Steinansahen, das präsentiert sich bei genauerer Betrach-tung als ein wirkliches Menschcngesicht von unge-heurem Ausdruck. Gelingt cS ihnen etwa mit höchsterAnstrengung des OhrcS irgend ein Wechselgesprächder Liebenden, die im Schatten der Bäume lagern,zu belauschen, so gcrathen sie in noch größere Ver-legenheit . . . Sie hören bekannte Worte, aberdiese haben einen ganz anderen Sinn; und sie be-haupten dann, diese Leute verstünden Nichts von