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von ausgezeichneter Missbildung an einem gewissenTage vor ihrem Schlosse als Ehckandidaten ver-sammeln sollten ... Da gab's nun freilich einegute Auswahl von Krüppeln und Fratzen, und manglaubte das Personal eines Hugo'schcn Werkes vorsich zu sehen ... Aber Quasimodo führte die Brautnach Hause.
Nach Viktor Hugo muss ich wieder des Ale-xander Dumas erwähnen; auch Dieser hat demVerständnis des Shakspcare in Frankreich mittelbarvorgearbeitet. Wenn Jener durch Extravaganz imHässlichcn die Franzosen daran gewöhnte, im Dramanicht bloß die schöne Drapierung der Leidenschaftzu suchen, so bewirkte Dumas, dass seine Landslcutean dem natürlichen Ausdruck der Leidenschaft großesGefallen gewannen. Aber ihm galt die Leidenschaftals das Höchste, und in seinen Dichtungen usur-pierte sie den Platz der Poesie. Dadurch freilichwirkte er desto mehr auf der Bühne. Er gewöhntedas Publikum in dieser Sphäre, in der Darstellungder Leidenschaften, an die größten Kühnheiten desShakspcare; und wer einmal an „Heinrich III." und„Richard Darlington" Gefallen fand, klagte nichtmehr über Geschmacklosigkeit im „Othello" und „Ri-chard III." Der Vorwurf des Plagiats, den manihm einst anheften wollte, war eben so thöricht wie