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versetzt; und ihr Witz ist nicht im mindesten bös-willig oder beißend."
Obige Worte entlehne ich einem Werke derFrau Jameson, welches „Moralische, poetische undhistorische Frauen-Charaktere" betitelt. Es ist indiesem Buche nur von Shakspeare'schcn Weiberndie Rede, und die angeführte Stelle zeugt von demGeiste der Verfasserin, die wahrscheinlich von Ge-burt eine Schottin ist. Was sie über Porzia imGegensatz zu Shylock sagt, ist nicht bloß schön, son-dern auch wahr. Wollen wir Letzteren, in üblicherAuffassung, als den Repräsentanten des starren,ernsten, kunstfeindlichen Judäa's betrachten, so er-scheint uns dagegen Porzia als die Repräsentantinjener Nachblüthc des griechischen Geistes, welchevan Italien aus im sechzehnten Jahrhundertihren holden Duft über die Welt verbreitete, undwelche wir heute noch unter dem Namen „die Re-naissance" lieben und schätzen. Porzia ist zugleichdie Repräsentantin des heitern Glückes im Gegen-satze zu dem düstcrn Mißgeschick, welches Shylockrepräsentiert. Wie blühend, wie rosig, wie rein-klingend ist all ihr Denken und Sprechen, wiefreudewarm sind ihre Worte, wie schön alle ihreBilder, die meistens der Mythologie entlehnt sind!Wie trübe, kneifend und häßlich sind dagegen die