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Für diese Höflichkeiten will ich EuchDie und die Gelder lcihn"
da antwortet Antonio:
Ich könnte leichtlich wieder dich so nennen,Dich wieder anspein, ja mit Füßen treten. —
Wo steckt da die christliche Liebe! Wahrlich,Shakspeare würde eine Satirc auf das Christen-thum gemacht haben, wenn er es von jenen Per-sonen repräsentieren ließe, die dem Shylock feind-lich gegenüber stehen, aber dennoch kaum Werthsind, Demselben die Schuhricmen zu lösen. Derbankrotte Antonio ist ein weichliches Gcmüth ohneEnergie, ohne Stärke des Hasses und also auchohne Stärke der Liebe, ein trübes Wurmherz, dessenFleisch wirklich zu nichts Besserm taugt, als „Fischedamit zu angeln." Die abgcborgtcn dreitausendDukaten stattet er übrigens dem geprellten Judenkeineswegs zurück. Auch Bassanio gicbt ihm dasGeld nicht wieder, und Dieser ist ein echter kortuu»Irrmtsr, nach dem Ausdruck eines englischen Kriti-kers; er borgt Geld, um sich etwas prächtig heraus-zustafficrcn und eine reiche Heirath, einen fettenBrautschatz zu erbeuten; denn, sagt er zu seinemFreunde: