— 303 -
druck von Leidenschaft verliehen. Aber ich glaubebereits angedeutet zu haben, dass der Kontrast desGesichtes und des Charakters immer einen inte-ressanten Reiz ausübt. Jedenfalls aber ist diesesGesicht sehr schön, und namentlich dem Schreiberdieser Blätter muss es sehr gefallen, da es ihn anjene hohe Schöne erinnert, die Gottlob! an seinemeignen Antlitz nie sonderlich gemäkelt hat und das-selbe bis jetzt nur in seiner Seele sah . . .
Ihr Vater liebte mich, lud oft mich ein.Er fragte die Geschichte meines LebensVon Jahr zu Jahr; Belagerungen, SchlachtenUnd jedes Schicksal, das ich überstand.
Ich lief sie durch, von meinem KnabenalterBis zu dem Augenblick, wo er gebot,
Sic zu erzählen. Sprechen musst' ich daVon höchst unglücklichen Ereignissen,Von rührendem Geschick zu See und Land,Wie in der Bresche ich gewissem TodKaum um die Breite eines Haars entwischte;Wie mich ein trotz'ger Feind gefangen nahm,Der Sklaverei verkaufte; wie ich michDaraus gelöst, und die Geschichte Dessen,Wie ich auf meinen Reisen mich benahm.Von öden Höhlen, unfruchtbaren Wüsten,