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Person hielt, hat sich vor etwa zwölf Jahren inDeutschland sehr zu ihrem Vortheil verbessert. Derfromme Franz Horn machte nämlich im Brockhau-sischcu Konversations-Blatt die Bemerkung, dassdie arme Lady bisher ganz verkannt worden, dasssie ihren Manu sehr liebte, und überhaupt einliebevolles Gemüth besäße. Diese Meinung suchtebald darauf Herr Ludwig Ticck mit all seinerWissenschaft, Gelahrtheit und philosophischen Tiefezu unterstützen, und es dauerte nicht lange, sosahen wir Madame Stich auf der königlichen Hof-bühnc in der Rolle der Lady Macbeth so gefühl-voll girren und turteltäubeln, dass kein Herz inBerlin vor solchen Zärtlichkcitstöncn ungerührtblieb, und manches schöne Auge von Thränen über-floß beim Anblick der jutcn Macbeth. — Das ge-schah, wie gesagt, vor etwa zwölf Jahren, in jenersanften Rcstaurationszeit, wo wir so viel Liebe imLeibe hatten. Seitdem ist ein großer Bankrott aus-gebrochen, und wenn wir jetzt mancher gekröntenPerson nicht die übcrschwänglichc Liebe widmen,die sie verdient, so sind Leute daran Schuld, die,wie die Königin von Schottland, während derRestanrationS-Periode unsre Herzen ganz ausgc-bcntelt haben.