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3 (1861) Englische Fragmente und Shakspeare's Mädchen und Frauen
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Erscheinungen aufweist, die dem betriebsamen Zwic-spalte gleichen, welcher einst im alten Rom zwischenden bevorrechteten Patriciern und den herabgewür-digten Plebejern herrschte. Man sollte manchmalglauben, Shakspeare sei ein heutiger Dichter, derim heutigen London lebe und unter römischen Mas-ken die jetzigen Tories und Radikalen schildernwolle. Was uns in solcher Meinung noch bestärkenkönnte, ist die große Ähnlichkeit, die sich überhauptzwischen den alten Römern und heutigen Englän-dern und den Staatsmännern beider Völker vor-findet. In der That, eine gewisse poesielose Härte,Habsucht, Blutgier, Uncrmüdlichkeit, Charakterfestig-keit ist den heutigen Engländern eben so eigen wieden alten Römern, nur dass Diese weit mehr Land-ratten als Wasserratten waren; in der Unliebens-würdigkeit, worin sie Beide den höchsten Gipfelerreicht haben, sind sie sich gleich. Die auffallendsteWahlverwandtschaft bemerkt man bei dem Adelbeider Völker. Der englische wie der ehemaligerömische Edelmann ist patriotisch: die Vaterlands-liebe hält ihn, trotz aller politischen Rechtsverschie-denheit, mit den Plebejern aufs innigste verbunden,und dieses sympathetische Band bewirkt, dass dieenglischen Aristokraten und Demokraten, wie einstdie römischen, ein Ganzes, ein einiges Volk bilden.