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3 (1861) Englische Fragmente und Shakspeare's Mädchen und Frauen
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geringcrcn hinabsinkend, endlich ihn? selber alssüße Buhle anheimfällt.

Nicht ohne mancherlei Gründe habe ich ander Pforte dieser Galerie das Bildnis der Cressidaaufgestellt. Wahrlich nicht ihrer Tugend wegen,nicht weil sie ein Typus des gewöhnlichen Weiber-charaktcrs, gestattete ich ihr den Vorrang vor somanchen herrlichen Jdealgcstalten Shakspcarc'scherSchöpfung; nein, ich eröffnete die Reihe mit demBilde jener zweideutigen Dame, weil ich, wenn ichunseres Dichters sämmtliche Werke herausgebensollte, ebenfalls das Stück, welches den NamenTroilns und Cressida" führt, allen andern voran-stellen würde. Stccvcns, in seiner PrachtausgabeShakspeare's, thut Dasselbe, ich weiß nicht warum;doch zweifle ich, ob dieselben Gründe, die ich jetztandeuten will, auch jenen englischen Herausgeberbestimmten.

Troilns und Cressida" ist das einzige Dramavon Shakspearc, worin er die nämlichen Heroentragieren lässt, welche auch die griechischen Dichterzum Gegenstand ihrer dramatischen Spiele wähl-ten; so dass sich uns durch Vergleich mit der Artund Weise, wie die ültcrn Poeten dieselben Stoffebehandelten, das Verfahren Shakspeare's recht klaroffenbart. Während die klassischen Dichter der