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3 (1861) Englische Fragmente und Shakspeare's Mädchen und Frauen
Entstehung
Seite
22
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Reihen von Häusern gleich den obenbeschricbenen,die ein Viereck bilden, in dessen Mitte ein vonschwarzem Eiscngittcr umschlossener Garten mitirgend einer Statue befindlich ist. Auf allen diesenPlätzen und Straßen wird das Auge des Frem-den nirgends beleidigt von baufälligen Hütten desElends. Überall starrt Reichthum und Vornehmheit,und hineingedrängt in abgelegene Gässchen unddunkle feuchte Gänge wohnt die Armnth mit ihrenLumpen und ihren Thränen.

Der Fremde, der die großen Straßen Lon-don's durchwandert und nicht just in die eigent-lichen Pöbclgnartiere gcräth, sieht daher Nichtsoder sehr Wenig von dem vielen Elend, das inLondon vorhanden ist. Nur hie und da am Ein-gänge eines dunklen Gässchcns steht schweigend einzerfetztes Weib, mit einem Säugling an der abge-härmten Brust, und bettelt mit den Augen. Viel-leicht wenn diese Augen noch schön sind, schautman einmal hinein und erschrickt ob der Weltvon Jammer, die man darin geschaut hat. Diegewöhnlichen Bettler sind alte Leute, meistens Moh-ren, die an den Straßenecken stehen und, was imkothigcn London sehr nützlich ist, einen Pfad fürFußgänger kehren und dafür eine Kupfermünze ver-langen. Die Armnth in Gesellschaft dcö Lasters