Druckschrift 
3 (1861) Englische Fragmente und Shakspeare's Mädchen und Frauen
Entstehung
Seite
16
Einzelbild herunterladen
 

16 -

darüber schwebt, wird ihn anwehen, die verbor-gensten Geheimnisse der gesellschaftlichen Ordnungwerden sich ihm plötzlich offenbaren, er wird denPnlSschlag der Welt hörbar vernehmen und sicht-bar sehen denn wenn London die rechte Handder Welt ist, die thätigc, mächtige rechte Hand,so ist jene Straße, die von der Börse nach Dow-ningstrcet führt, als die PnlSadcr der Welt zu be-trachten.

Aber schickt keinen Poeten nach London! Die-ser bare Ernst aller Dinge, diese kolossale Einför-migkeit, diese maschincnhaftc Bewegung, diese Ver-drießlichkeit der Freude selbst, dieses übertriebeneLondon erdrückt die Phantasie und zerreißt dasHerz. Und wolltet ihr gar einen deutschen Poetenhinschicken, einen Träumer, der vor jeder einzelnenErscheinung stehen bleibt, etwa vor einem zerlump-ten Bcttelwcib oder einem blanken Goldschmicd-ladcn o! dann geht es ihm erst recht schlimm,und er wird von allen Seiten fortgcschobcn odergar mit einem milden dock änirrn! niedergestoßen,dock cinmn! das verdammte Stoßen! Ich merktebald, dieses Volk hat Viel zu thun. Es lebt aufeinem großen Fuße, es will, obgleich Futter undKleider in seinem Lande theurcr sind als bei uns,dennoch besser gefüttert und besser gekleidet sein als

' . ,'D",