Druckschrift 
3,1 (1846)
Entstehung
Seite
33
Einzelbild herunterladen
 

In dem Herzen des Generals von Wolfersdorfs waraber die lang genährte Lust, die Altenaer Drahtzieher zuSoldaten zu machen und die besten und stärksten gleich mit-zunehmen, seit er sie gesehen, noch größer geworden, und derungewohnte Widerspruch des freimüthigen Landraths hatteihn vollends aufgebracht. Wirklich erschien er selbst baldan der Spitze der schönen Leibcompagnie. Der Weg vonIserlohn nach Altena durch die Grüne cxistirte damals zwarschon, er war aber in seinen steinigten, holprigen Geleisennur fahrbar für zweirädrige Fuhrkarren, Bergchaisen, undFußgänger. Später erst, im Jahre 1788, als König Frie-drich Wilhelm II. die Grafschaft Mark und auch Altena be-suchte, wurde dieser Weg erweitert und chaussirt, und erheißt seit dieser Zeit der Königsweg. Er ist vielleicht einerder angenehmsten und reizendsten in ganz Deutschland. MitRecht heißt er die Grüne, weil in diesem romantischenThale im Sommer Alles grün und lachend ist. Den Ein-gang in dasselbe, wenn man von Iserlohn herkommt, bildetein von der Natur geformtes breites Thor, an dem eingutes Gasthaus liegt, am Düsing genannt. (Jetzt, seit demBesreiungsjahre 18131814, schauet vom hohen Bergeherab in das Thal hinein ein großes eisernes Kreuz.) ZurRechten sieht man am Gebirge herab zwei große und breitehervorspringende Felsen, der Mönch und die Nonne genannt:sie ziehen die Augen auf sich. Eine Bcrgschlucht führt nachdem eingeschlossenen Dorfe Oestrich. Tiefer unten liegt derbelebte Flecken Lcthmate, mit dem Edelhofc und seinen klap-pernden Papiermühlen und schlagenden Drahthämmern. Tie-fer unten liegt die stille Bauerschaft Geheime mit ihrem lu-gübern Tannenwäldchcn; eine seltene Erscheinung, ringsum-her Buchen und Eichen. Nor sich sieht man in malerischerIII. 3