IV
Sein Werkzeug viele Jahre bis an Sein Ende un-mittelbar gebraucht hat. Mit Lust und gesammelterKraft arbeitete ich in dieser mir wohlbekannten Sphäre,weil das meiste darin Vorkommende meiner eigenenUeberzeugung gemäß war; ohne, wohl gar widerdieselbe, hätte ich's nicht gekonnt, auch nicht vermocht,und auf die Ehre, Sein Diener zu sein, lieber Ver-zicht geleistet. Vielleicht behielt Er aber nach Sei-ner Eigenthümlichkeit mich wegen meines häusigenWiderspruches bei, und Ihn in Seinem reinen Willenvon Herzen ehrend, konnte ich nur da nachgeben, woich von anderen angesehenen Theologen, deren wissen-schaftliche und sittliche Bildung mir bekannt war,überstimmt wurde, so daß die ganze Liturgie undAgende keineswegs überall die Resultate meiner indi-viduellen Ueberzeugung enthält, noch weniger alleinmein Werk ist. Ob dieß gelobt oder getadelt wird,muß ich der Beurtheilung der Sachkundigen überlas-sen; der Wahrheit bin ich, auch da, wo ich geirrtund gefehlt haben sollte, dieß Zeugniß schuldig. Dochkenne ich diese Sache von ihrem ersten Anfange anin ihrer ganzen Construction und habe sie bis zudieser Stunde im Auge behalten. Was ich, insEinzelne gehend, darüber in diesem Theile gesagt habe,gehört der Kirchengeschichte unseres Jahrhunderts an,