theilt widmete, so wichtig war Ihr überhaupt Schule undUnterricht. Damals machte die Pcstalozzissche Lehrmethodegroßes Aussehen in Deutschland und fand auch in Königs-berg Eingang. Das köstliche Buch: „Licnhardt und Ger-trud, 1781, in 4 Bänden" und „Wie Gertrud ihre Kinderlehrt," und „Das Buch der Mütter, 1803," kannte Sielängst, und das Erbarmen und der Muth der Liebe, die indiesen Schriften walten, zogen Sie innig an. Pestalozzi,voll Genialität und Tiefe, Kraft, Fülle und Kindlichkeit,in seiner Liebe zum Volke und den Acrmstcn darin, in sei-nem freien sich Aufopfern für das Wohl Anderer, in seinerBegeisterung und ausharrenden Kraft des Wirkens, und dasin jener Zeit des Egoismus und der Erschlaffung, war einMann nach Ihrem Herzen, und Sic hoffte von der allge-meinen Einführung seiner Lehr- und Erziehungsmethode inalle Stadt- und Landschulen die Regeneration des lebendenGeschlechts und sprach mit warmer Theilnahmc davon. DasOriginelle in seiner „Anschauungslehre", die Alles auf geistigeund sinnliche Eindrücke bauet, das Kind in der Gesammt-heit aller seiner Kräfte saßt und festhält, dann ineinandergreifend lückenlos weiter führt und entwickelt, selbstthätigaus sich selbst heraus, schien Ihr naturgemäß und das al-lein Rechte. Das, was auf diesem Wege durch tüchtigeMeister, namentlich in der Fertigkeit des Rechnens, selbstschwerer Exempel, in der Anschauungslehre der Zahlcnver-hältnisse und im Analysiren und Combiniren auch abstracterBegriffe geleistet wurde, trat aus dem bisherigen alten, tob-ten Mechanismus der Pädagogik als ein neues Wunder her-vor und setzte in Erstaunen. Die Königinn, und durch Sieder König, interessirten sich mit lebhaftem Eifer für die Ein-führung der Pestalozzi'schen Lehrmethode, und besuchten selbst
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