Druckschrift 
2,1 (1844)
Entstehung
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und Herzen, die Jenes in sich tragen, ist auch Dieses nichtfern. Darum war die Gemüthsstimmung des hohen Kö-nigspaares eine in sich so heitere, ruhige und milde, weiles Seine Lebensgenüsse nicht allein suchte in der hohenSphäre des Standes und Ranges, sondern sie fand überall,auch in den mittlem und untern Gegenden menschlicher Ver-hältnisse, sobald nur Wahrheit, Innigkeit und Liebe si'cht-und fühlbar wurde. Sic dursten sich nicht erst dazu herab-lassen, Sic waren in diesem Elemente und athmeten darin,und solche Luft ist eine reine, frische und erquickende. Dar-um trägt auch Alles, was wir in solchen Lebensfernen desKönigs und der Königinn wahrnehmen, das reine Geprägedes Einfachen und Natürlichen, und darum sehen wir sienicht als zur Schau hingestellte Prunkstücke der KöniglichenGnade, sondern als Ausfluß eines reinmenschlichcn Wohl-wollens, wie es in Ihren Herzen lag; und darum bliebenSie sich darin gleich, wo Sie auch sein mochten, in Sans-souci, oder im Dörfchen Huben. Dem freundlichen Zartsinnder Königinn entging darin nichts; Alles faßte Sie auf undtränkte es mit Ihrem Geiste. Wenn Sie geistreich und ge-wandt an Hochgestellte schrieb, so schrieb Sie auch herzlichund theilnehmend an Arme und Niedrige; Sie war, wie derKönig, für Alle und tactfest in jedem Verhältnisse, kannteIhr Herz doch nicht die trennenden Schranken äußerlicherBeziehungen! Zahllos sind die dem vaterländischen Publicumnachher bekannt gewordenen' Briefe, die Sie, nicht in derkalten knappen Form Königlicher Kabinetsordre, sondern indie jedesmalige Sache theilnehmend eingehend, größten Theilsmit eigener Hand geschrieben hat.

So schrieb Sie in eben dieser äußerlich unglücklichen,