Druckschrift 
2,1 (1844)
Entstehung
Seite
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Ihnen in Ihrer Ehe viel Glück, dessen Quelle doch immernur allein im Herzen liegt." — Indem die Königinn so sprach,bewegte Sie lebhast den kleinen Fächer, den Sie gewöhnlichund gern in der rechten Hand zu tragen Pflegte. Sic be-wegte ihn nach dem Gedankenflüsse, hebend und senkend,schnell und langsam, wie im Tacte, und wie Ihr Alles schönstand, so lag besonders ein ganz cigenthümlicher Zauberdarin, wenn Sie mit dem Fächer das Zeichen der Entlas-sung gab. Und so entließ denn auch die erleuchtete würde-volle Königinn dießmal nicht ohne signisicative Warnungs-fächerzeichcn die versammelten Damen in Magdeburg. *)Keine hatte Sie verletzt. Die Ungcbornc fühlte sich wieneu geboren, und Alle waren von Der, die über Allen amHöchsten stand, in des Lebens rechte, feste Mitte geführt. Owie schön und herrlich isss, wenn die, welche Gott in Ma-jestät und Gewalt über uns gesetzt hat, zugleich dastehenim Ucbcrgewichte des Geistes und der Menschenliebe, undwenn sie „von Gottes Gnaden" sein Ebenbild zu wer-den trachten!

Ungemein glücklich und gewandt war die hohe Frau imZurechtstellen und Wenden verunglückter Gedanken und Aus-drücke, sobald solche in Ihrer Gegenwart hörbar, und dannzur Beschämung derer, von welchen sie ausgegangen, verlachtund bespottet wurden. Hohn, — freilich mit das Entsetz-lichste, was es für ein ehrlicbendes Herz giebt, — verletzte,Anderen zugefügt, Sie unmittelbar, und wurde von Ihr gc-

So wie hier erzählt, habe ich die Mittheilung wörtlich ausdem Munde des nachherigen, in Potsdam lebenden Obristenv. H. selbst vernommen.

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