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gebend, als anregend, mehr folgend, als leitend; es schim-mert durch die matte Färbung der Gleichgültigkeit und einergewissen Lässigkeit, der es zwar nicht an nüchterner prakti-scher Verständigkeit, wohl aber an aller Poesie und Begei-sterung fehlt.
Und eben diese war es, welche zugleich der Unbefangen-heit der Königinn Schwingen gab, und, von einer idealischcnKraft getragen und gehoben, weckend und belebend wirkte.Auch dem Alltäglichen und Gewöhnlichen wußte Sie baldeine sinnige, gemüthliche Seite abzugewinnen, und die ersten,vom Alltagsleben hergenommenen, currenten Conversations-Ansprachen waren Ihr nur die schnellen, leichten Uebergängezu höheren, interessanten Gegenständen, sobald Sie dafür Em-pfänglichkeit wahrnahm. Sie suchte dieselbe zu wecken, undjede Aengstlichkeit und Benommenheit der Ihr Vorgestelltendurch einen freundlichen Ton zu beseitigen. Mißlang dicß,so brach Sie dennoch nie schnell und spröde ab j sondernspann den einmal angeknüpften Faden so lange fort, bis SicJeden mit einem gütigen Worte befriedigt entlassen konnte.Geringschätzig behandelt, absichtlich übersehen und verletzt, istwohl nie ein edler Mensch von Ihr gegangen; Jeder nahmeinen angenehmen Eindruck mit.
Sie hatte eine glückliche Gabe, sich schnell zu orientirenund das jedesmalige Terrain richtig zu übersehen. So un-befangen und harmlos Ihr Blick war, so prüfend war erdoch auch zugleich; aber diese Prüfung war nicht die schwendeeiner noch Ungewissen, forschenden Beobachtung, sondern dieklare, ruhige Anschauung eines reinen geistvollen weiblichenAuges, so daß Sie gleich wußte, wie Sie mit Jedem daran