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2,1 (1844)
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will Sie zurückziehen; aber es ist geschehen, das Unerhörteund nie Erlebte.Mein Gott!" ruft die Wächterinn überHof-Etiquette voll Erstaunen aus:Was haben Ew. König-liche Hoheit gemacht? Das ist ja gegen allen Anstand undSitte!" Und die Herrliche schauet um sich, heiter und ru-hig, und fragt unbefangen:Wie! darf ich das nichtmehr thun?" und es liegt in dieser Frage eine Unschuld,Kindlichkeit und Treuherzigkeit, die unaussprechlich ist. Aberwohl verdient diese Scenc in ihrer ganzen reichen Gruppi-rung als ein psychologisch-historisches Königliches Familien-Gemälde dargestellt zu werden, - und gelungen, würde eseinen großen Effect machen und allgemeinen Beifall finden.Aber wo ist der Seelen-Maler, der ganz und wahr treffenkönnte das holdselige Angesicht der jungen Königinn, um de-ren Augen und Mund die unschuldsvolle Frage schwebt:

Wie, darf ich das nicht mehr thun?

Von den Abbildungen der Verklärten möchte für solchenZweck vielleicht das Bild, welches Sic in Ihrem damaligenAlter von 17 Jahren darstellt, und welches sich auf dem großenweißen Saale im Schlosse befindet, ein passendes sein. Auchein Misanthrop muß heiter werden und an die Unschuld undWürde der weiblichen Natur glauben, wenn er dieß Früh-lingsbild stehet.

Diese hier gezeichnete Unbefangenheit, des Himmels köst-liche Gabe, ist häufig im Bunde mit der Sanftmuth, Ruheund Gelassenheit des angeborenen Phlegma's, die auch in sol-cher Mischung bei weiblichen Charakteren wohlgefällt, indemsie dem Frieden und der Ruhe des häuslichen Lebens förder-lich ist; aber sie ist dann mehr passiv, als activ, mehr nach-

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