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Eindruck, welchen die Königinn machte, ein allgemein günstigerund gewinnender war und blieb, und sich auch noch in Ih-ren letzten Jahren geltend machte, wo schwere, bittere Prü-fungen Ihre körperliche Schönheit verwischt, Ihre geistigeund sittliche aber in der Läuterung noch mehr gehoben undverklärt hatten.
In Wahrheit kann man sagen, daß Sie Alles um sichher verherrlichte, weil Sie Alles durch Ihre Milde beglückte,und Jeden, auch den entfernt Stehenden und Schüchternen,zu heben wußte. Dicß allgemeine rein menschliche Wohl-wollen, in welchem Sie athmete, erwarb Ihr eine allgemeineTheilnahme und Liebe, und in dieser blieb Sic dem Publi-kum in allen Ständen und Klassen immer neu. Wenn Siezu Fuß oder im Wagen erschien, blieb Jeder, über IhrenAnblick erfreut, stehen. Jeder fühlte: auch ich gehöre Ihran; Sie ist auch meine Königinn, und in diesem erheben-den Bewußtsein wurde Jeder bestärkt durch den mildenwahren Blick, womit Sie freundlich auch den Aermstenund Geringsten dankend grüßte. In diesem Blick lag nichtdas, was die Hossprache Gnade und Herablassung nennt;nicht das vornehme, kalte und abgemessene kurze Kopfnicken,wie als vergäbe man sich Etwas, wollte man mehr thun;nicht jenes halbfrcundliche Lächeln der Eitelkeit, der die öffentlicheHuldigung zwar wohlgefällt, sie aber doch auch als einenschuldigen Tribut erwartet; nein, Ihre ganze Haltung, IhrSein und Wesen, Ihr Anschauen und Umschauen, trug ein-fach und kunstlos den Ausdruck einer Gemüthsstimmung, inwelcher Sie es mit Allen aufrichtig wohl meinte und dießgern einem Jeden beweisen und bethätigcn mochte. Diesereine, heitere Menschenliebe gab Ihrem Angesichte und allen