Druckschrift 
2,1 (1844)
Entstehung
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Musik nicht die nämlichen, sondern verschiedenartigen, aberauf einen zusammenpassenden harmonischen Ton gebrachtenInstrumente und Stimmen den vollständigen rechten undreichen Genuß der Einheit in der Mannigfaltigkeit geben,und in solcher Zusammenflicßung und Verschmelzung sicherst der reine und volle Strom der Harmonie bildet undentzückt, so auch in der glücklichen Ehe. Nicht dieselbenEigenschaften, Neigungen, Triebe, Wünsche und Richtungen,sind es, die in einer so engen Verbindung über das Gewöhn-liche und Alltägliche erheben; Gleichheit führet vielmehr, wosie stattfindet, nicht Einheit, sondern eine ermüdende Einer-leiheit mit sich, die in ihrer Monotonie bald langweilig wirdund dann die Ehe wenn auch nicht unglücklich macht, dochunvermeidlich aus die lange prosaische Linie des Mittelmäßi-gen bringt. Ist die Einförmigkeit und Gleichheit der Art,daß der Dialog im ehelichen Leben ein wiederhallenderMonolog wird, so hat man sich bald ausgesprochen, undzwei Instrumente derselben Art, die, wenn auch gleich gestimmt,doch beide im Discant tönen, geben eine schlechte Musik.Ehen solcher Art erinnern an die hübschen lieblichen Vögel-chen, die man les iimex-n-ndlos, Sympathie-Vögel (kleinegesellschaftliche Papageien), nennt. Es ist hübsch anzusehen,wie im harmonischen Jnstinctc stets das eine im immerwie-derkehrenden Wechsel gerade dasselbe thut, hüpft, ruhet, trinkt,

Ja, ja," sagte der König, als ich ausgelesen hatte,dasist die Stelle, die ich meinte; sehr schön! Macht aber jetzt ei-nen ganz andern Eindruck. Die Rosen sind abgefallen, Dor-nen übriggeblieben. In der Ehe selbst doch noch mehr gefun-den, als Poesie! Diese ist mir jetzt zu süßlich. Darf michauch dem nicht hingeben. Macht weich und paßt nicht zu dem,was in böser, schwerer Zeit mir obliegt."