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diesen und ähnlichen mächtigen Selbstherrscherinnen erblicken,tritt uns in dem Bilde unserer Königinn Luise entgegen.Es ist (das wissen Alle, die sie gesehen und gekannt haben)nicht das Bild einer imponirenden, den Sccpter sührcndcnHerrscherin», es ist das sanfte Bild vollendeter Schönheit,umflossen vom Zauber der Anmuth, geschmückt mit demwunderbaren, herzgewinnenden Reize der zartesten Weiblich-keit, Reinheit und Unschuld. Es ist, als wenn in ihrer gan-zen Persönlichkeit die schaffende Natur die Lieblichkeit hättezusammenfassen und vereinigen wollen, deren sanfte Zügeman sonst vertheilt und einzeln nur bei liebenswürdigenFrauen wahrnimmt. Man übertreibt und schmeichelt nicht,wenn man sie ein Musterbild des schönen Geschlechts nennet.
Es gicbt glänzende Schönheiten, herrliche weibliche Ge-stalten, an denen in vollkommener Harmonie Alles vereinigtist, was eine rein-ästhetische Einbildungskraft, nach allenForderungen der schönen Kunst, nur wünschen und zusam-menstellen kann; Schönheiten, die man bewundert, die, wennsie an uns vorübergehen, unser Erstaunen erregen, — und diedennoch oft schon gleich beiün ersten genauer» Anblick, undmehr noch bei näherer Bekanntschaft, uns kalt lassen und,ohne das Herz zu berühren, nur allein unsere Bewunderunggewinnen. Jeder Gebildete und fein Fühlende, der die Weltgesehen, ist sich solcher Eindrücke bewußt und hat sie ini Um-gange mit schönen Frauen gewiß oft gehabt.
Die Ursachen und Gründe dieser Eindrücke und derdaraus entspringenden Urthcile lassen sich auch leicht finden.Denn bald fehlt es solchen Schönheiten an Geist, und da-durch wird die schöne Form aus einmal todtz wir vermissendas Edelste und Beste, was den Menschen zum Menschen