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Bemühen, ihre verlorene Gunst wieder zu gewinnen, ist ver-geblich und mißlingt, wenn es auch nicht so scheinen mag.Ihre Klugheit ist im Schimmer der Taubcncinsalt doch dieder Schlangen. *) Verbinden sie nun mit allen diesen su-perioren Vorzügen auch noch die der innern und äußernWürde, beweisen sie Gerechtigkeit, besitzen sie Weisheit inVerleihung ihrer Wohlthaten, bewahren sie Consequenz **):so glänzen sie auch auf Herrscherthronen und es darf nichtbefremden, wenn sie in dieser ihrer eigenthümlichen weibli-chen Energie nach dem Zeugnisse der Geschichte viele Kaiserund Könige übertroffen und die Welt mit ihrem Ruhme er-füllt haben.
Wer kennt nicht die unsterblich gewordenen Namen:Christine, Königinn von Schweden? — Maria The-resia, Kaiserinn von Oesterreich? — Catharina 11.,Kaiserinn von Rußland? Was die reichbegabtc weiblicheNatur auf Thronen in imponircnder Hcrrschcrgröße zu ent-wickeln und zu leisten vermag, ist an diesen und andern ge-krönten erhabenen Frauen sichtbar geworden und wird inden Ländern, die sie beherrschten, ein unvergängliches Denk-mal, wie in der Geschichte unvergeßlich bleiben.
Aber eine ganz andere Größe, wie die, welche wir an
Siehe Evangelium Matthäi, Cap. lll, tk. Seid klug, wiedie Schlangen, und ohne Falsch, wie die Tauben.Diese schwere Bereinigung der Schlangenklugheit mit der Tau-bencinfalt gelingt dem weiblichen Geschlechts leichter und besser,als dem mannlichen. Haben sie Taubeneinsalt ohne Schlangen-klughcit, dann sind sie geistlos; besitzen sie aber Schlangen-klugheit ohne Taubeneinfalt, dann sind sie gefährlich.Was ihnen am Schwersten wird.