Druckschrift 
2,1 (1844)
Entstehung
Seite
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Himmel der Weltgeschichte geschrieben, sind und bleiben siedie Säulen unvergänglicher Größe.

Auch im weiblichen Geschlecht, bestimmt und geschaffensür die wichtige, wenngleich scheinbar kleine und abgeschlos-sene Gemüthswelt des häuslichen Lebens, strahlen solche Na-men am Glänzendsten ebenfalls auf Herrschcrthronen. Eigen-thümlich und höchstanziehend ist die Mischung und Verschmel-zung der geistigen Kräfte, wie sie in regierenden Frauensich ausbildet und gestaltet. Wenn die zarten, sanften weib-lichen Naturen, im bescheidenen schönen Schmucke unschuld-voller Weiblichkeit, mit dieser ihre wahre herzgewinnendeStärke haben, und gerade dann am Stärksten sind, wennsie im Gefühl ihrer Schwäche wissen, daß sie einer sie halten-den Stütze bedürfen: so liegt in Frauen, bei denen der Ver-stand vorherrschend ist, eine tiefe, wenngleich versteckte Nei-gung zum Herrschen, und sie sind ihres Sieges immer ge-wiß, wenn sie, zugleich im Besitze der Schönheit und An-muth, diese als Waffe brauchen. Mit diesen Mitteln undKräften angethan, übertreffen sie selbst den einsichtsvollstenMann, wenn auch nicht an Erkcnntniß, doch in Scharfsin-nigkeit, Nachforschungsgabc und Ueberrcdungskraft. Ihr nichtbloß denkender, sondern zugleich fühlender, abwägender, unddarum tiefer dringender Blick fasset in der Beurtheilung denganzen Menschen, und darum ist, wenn Sinnlichkeit sienicht mehr täuscht und besticht, ihre Menschenkenntniß richti-ger, treffender und reicher, als die der Männer. Verstellungund Lüge, Heuchelei und Maske, durchschauen sie schneller,und es ist, als ob ihr Blick, voll von Sagacität, herausfüh-len könnte, was tief im Innern versteckt ist. Sophistischund unerschöpflich in ihren Phantasi'een, überflügeln sie die