Druckschrift 
2,1 (1844)
Entstehung
Seite
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was über alle Begriffe und Kräfte der Kunst, Intelligenzund Phantasie hinaus liegt: das Lebendige in der wun-derbaren Lebenskraft. Dicß ist es, was die heilige Schriftbei der Schöpfung des Menschen aus Erde den Anhauch desOdems des Allmächtigen nennet; ein Wort, das wirbrauchen und nachsprechen, dessen Wirkung wir sehen, dessentiefen und geheimnißvollcn Sinn aber keine Philosophie nochenträthscln und erklären konnte. Denn jede wahre Schön-heit liegt im innern Leben, welches das äußere beseelt, sodaß die schöne Seele in der schönen Form mit Anmuth her-vortritt und geistig durchscheint. Was, als das Gei-stige, das körperliche Auge nicht sehen kann, kündiget sich,umflossen von reinem Lichte, dem sinnenden Gemüthe mehrin Gefühlen und Ahnungen, als in Begriffen an; Jeder er-kennt es, aber Keiner kann angeben, was es ist. Das ab-solute ewige Object des Wahren, Schönen und Guten, istda, im Himmel und auf Erden; aber in jedem Anschauen-den rcflectirt es in unendlichen Gradationen relativ, nachdem jedesmaligen Maße der Empfänglichkeit; aber bei allerVerschiedenheit der Auffassung ist dennoch der Eindruck derBewunderung und Freude im Allgemeinen übereinstimmend.

Eine solche Erscheinung der innern und äußern Har-monie, wie im Zauber der weiblichen Anmuth sie bei derKöniginn herzgewinnend sichtbar wurde, ist eine ungewöhn-liche, und tritt als eine Merkwürdigkeit hervor, die in sol-cher Gunst der Natur und des Schicksals, wo die erste Fraueines ganzen Landes und Volkes zugleich die Schönste undLiebenswürdigste ist, als eine Ausnahme dasteht, die in derGeschichte nicht oft vorkommt.

Dasselbe Gesetz, nach welchem die Natur nicht in jede