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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
Seite
378
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Z 78 Gedanken über den Stiilestand

derstunig; man kann einem nicht Hände und Fuße binden,und zugleich von ihm fordern, daß er laufen soll. Vielleichthat der weltliche Pfrandncr auch oft des allgemeinen Be-stens wegen einen größeru Credit nöthig, als der geist-liche.

Ihr anderer Vorschlag, die zerstreuten Gutsherrlichkei-ten völlig aufzuheben, und dafür tleineBezirke zu machen,über diese Erbgerichtsherrn zu setzen, und von diesen zu er-warten, daß sie ihre Gcrichtsnnterthancn in strengererZucht halten, und sowohl über ihre Anlehen als deren zei-tige WiederbezahlNug wachen sollen, mag zwar wohl derCarolingischen Verfassung gemäs sevn: aber es wird soviel dazu gehören, um es wieder dahin zurück zu bringen;es streiten so viel heimliche Ahndungen dawider, be-sonders wenn die Pachte und Pflichten der Gerichtsunter-thanen nicht ans ehernen Tafeln eingegraben werden soll-ten, daß ich nicht weiß, ov es rathsam sepn möchte, sichans diese Art zu helfen.

Ihr dritter Vorschlag, die närrische Rechtsgelehrsam-keit, nach welcher ein Landbesitzer Cavitalieu aufnimmt,und in der Ungewissen Voraussetzung, daß ihn: ein andrerNarr wieder borgen werde, solche nach einer halbjährigenLöse zu bezahlen verspricht, zum Lande hinaus zu peitschen,und dafür den alten Rentcontrakt wieder herzustellen, istschön, aber so leicht nicht auszuführen; ohnerachrct dergesunde Menschenverstand eben diesen Contrakt in Italien, England und Frankreich erhalten hat, und es un-möglich ist auf die Dauer jenen bepzubehalten.

Ihr ehemaliger vierter Vorschlag, dem Beispiel derverschuldeten Römer zu folgen, die ihren Giandigern undvielleicht ihren Patronen oder Gutsherrn auf einmal die

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