Druckschrift 
3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
Seite
53
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au einen Liebhaber der Kotterien. 5z

Wohl, welches auch Freuden fordert, gemäß, daß Siesich eben sowohl nach andern, als andre nach Ihnen be-quemen ?

Je größer der Mann ist, desto mehr muß er von sei-ner Bequemlichkeit ausopfern, der König mehr als derMinister, und dieser mehr, als der Kammerdiener:c.Blos einem Pedanten erlaubt man es, für seinen eigneneingeschränkten Geschmack zu leben, und wenn Sie nichtunter die Zahl der letztem gehören wollen: so müssenSie nicht zu lange auf ihrem Polstsr bleiben. Der Hangzum besondcru nimmt mit den Iahren zu, wenn manihm nicht widersteht, und mich dünkt, daß ein vernünf-tiger Beobachter seiner selbst diesem Hange immer entge-gen arbeiten müsse.

Ich Hesse nicht, daß Sie sich damit entschuldigenwerden, wie Ihnen die großen Mahlzeiten, wie Sie eszu nennen belieben, nur Ekel und Laugeweile machten.Sonst werde ich antworten, dieses sei) Ihre Schuld, undSie besäßen Herz und Geist genug, beydcs zu vertrei-ben. Was hält Sie auch ab, den Geist und den Ton derFreude zu verbreiten, jedem Gaste ein bischen Zufrieden-heit mit sich selbst, und dem guten Wirthe einen freudi-gen Blick zu geben? Mangel an Geschicklichkeit gewißnicht; und Schade für Ihre ewige Laune, wenn sie im-mer säuert oder gähret, und niemals geniesbav werdenwill. Tragen Sie ihren Theil nur aufrichtig bep, undbezahlen für ihre Person; die andern werden auch baldden Beutel ziehen, und sich nicht im Rückstände findenlassen. In einer guten Gesellschaft sitzt man allezeit aufeinem Boden, wo man leicht elektrisier werden kann, undwenn nur einer erst den Strahl gefangen Hai: so geht ervon Hand zu Hand fort.

Sehen Sie, mein Freund! was ich Ihnen alles sa-gen werde, wenn Sie meine Einladung abschlagen, undnun biete ich Ihrer ganzen Laune Trotz, mir das Ver,

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