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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
Seite
51
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Die Politik im Unglück.

ein Brätchrn mit einem Freunde zn theilen: so verachteich alle Tafeln unsrer fürstlichen Verschwender...

Was dünkt Ihnen, sollte man nicht Lust bekommen,alles wegzuwerfen, um so klein und vergnügt zn leben?Wir handeln wahrlich thöricht, daß wir uns die vielenVergnügungen dcrWirthschaft entziehen, und uns dafürnichts wie leere Stunden verschaffen, die wir hernachnicht auszufüllen wissen. Jedoch Sie, meine Beste, ma-chen ihre Käse selbst und fühlen das Leere unsrer glän-zenden Freuden nicht. O bleiben Sie immer dabey!bleiben Sie aber auch immer meine zärtliche Freundin,wie ich die Ihrige.

XIV.

Schreiben einer Dame, an einen Liebhaberder Kotterien.

^Hch nehme heute keine Entschuldigungen von Ihnen an,Sie müssen kommen, es sey nun mit guter oder böserLaune; ich habe meinem Manne auf den Abend eine klei-ne Ueberraschung zubereitet, und diese würde ohne Siegar zu viel verlieren. Ich weis zwar wohl, Sie hassenalle feyerliche Mahlzeiten und große Gesellschaften; Ih-nen ist eine Parthie von Vieren zum Soupee, oder wieman in meiner Jugend sprach, un parti gumre ele bis. clsLcmllloll b), die angenehmste. Allein man würde noch

D 2 erst

b) Madame de Bouillon pflegte zu sagen - Sine Gesellschaft von zweyMannspersonen und zwey Frauenzimmern, erhalt ein gedoppeltes Interesse,das die Einheit stört; es ist unschicklich, daß dre» Frauenzimmer ihre Auf-merksamkeit auf eine Mannsperson richten, und so ist die beste Gesellschaft,rvorinn Einheit herrschen soll, diejenige, welche aus drev Mannspersonenund einem Frauenzimnier bestellt.