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3 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 3
Entstehung
Seite
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Die Poiltck im Unglück.

so muß ich mich bessern, wo ich nicht im Kothc steckenbleiben will; und habe ich ihn nicht verdient, so muß ichauch laufen, daß ich aufs Trockne komme. In HeydenFällen thnt meine Aufführung dasjenige, was ihre kleineErzählung thur. Sic sagt den Leuten, zn welchen allenich nicht selbst gehen möchte, daß ich nicht als eine Land-streichern, zu Fuße gehe. Meine Einschränkung bis aufsNothwendigste hat die Würknng, daß mich niemand fliehe,weil niemand besorgen darf, daß ich etwas von ihm bit-ten oder borgen will. Iemehr ich in meinen HandlungenKlugheit und Entschlossenheit zeige, desto größer ist dasVertrauen, was ich mir erwerbe; und die Achtung, dieich auf diese Weise erlange, hält mich für die Bewunde-rung schadlos, die man ehedem meinem Aufzuge weihte.Ein bischen Koketterie lauft hier vielleicht mit unter;aber dieses edle Ingredienz nnfrer Natur mag immerbleiben, wenn es so gut würkt. Wenn ich mich in einemfalschen Staate erhalten, und in einem prächtigen Elendleben wollte: so wurden Sie mir nicht so freundschaftlichbegegnen, Sie würden sich vor meinen Klagen und Zn-muthungen fürchten, mir ans dem Wege gehen, wohlgar meine Redlichkeit in Zweifel ziehen und mich für einestolze Frau halten. Dieses ist meiner Empfindung nachso klar, daß ich keinen Menschenverstand haben müßte,wenn ich hier in der Wahl der Mittel fehlte. Die falscheScham findet sich blos in dem Herzen einer Kokette ohneVerstand, die ihre eigenen Vortheilc nicht kennet, undblos in einer einzelnen Situation, wo ihr alles zu Hülfekömmt, glänzt; sobald ihr aber die fremde Hülfe fehlt,sich die Bewunderung erbetteln will. Was könnte michreitzeu, auf die Gefahr lächerlich zu werden, eine so elendeFigur zu machen, da ich den sichern Weg, im Unglückgroß zu bleiben, vor mir habe? oder halten Sie es füretwas Großes und Nachahmnngswerthes, daß die Fraueines Schnhstickers in Rom nicht zur Kirche geht, ohne

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