ohne Gewissensscrupel folgen. 2 7
VI.
Eutalie an Amalien.
Aaben Sie es auch gehört, wie der Frau Arabelle ihreJuwelen gestern auf dem Lombard verkaust, und ihreGläubiger darüber in der größten Bewegung sind? Dieganze Stadt ist voll davon, und man sagt sich einanderins Ohr, daß es zum förmlichen Concurs kommen werde.Der gute Mann ist zu bcdauren, aber er hatte auch einbischen mehr auf den Haushalt sehen sollen. Sie war garnicht dazu geboren, und hatte gewiß eine Reichsgrafschaftfricaßirt, wenn sie eine zu beherrschen gehabt hätte. Inmeinem Leben habe ich so ein eitles Mensch nicht gesehen;sie wollte alles mitmachen, und dachte nicht, daß dasEnde die Last trüge. Mich wundert nur, daß sie gesternnoch das Herz hatte, in Gesellschaft zu kommen; jedersähe hoch auf, wie frech sie daher strotzte, und man steckteüberall die Köpfe zusammen; der eine wußte noch mehrals der andre, und wie sie sich nach ihrer gewöhnlichenParthie zum Spiele umsähe, standen die Herrn, welchebisher so gut gewesen sind, ihr das bischen Geld abzuneh-men, vor verschiedenen Fenstern, und waren gar nicht eil-fertig, ihr ein Complimcnt zu machen. Endlich erbarmtesich noch der Hauswirt!) über sie, und brachte für sie einIrilstlk tzusciriAii!Zte um ! ggr. zusammen. Alte Lieberostet nicht, dachte ich, er war aber doch hiebey so ver-legen, daß es die ganze Gesellschaft fühlte, und nur ihrenSpott darüber hatte. Der Herr . . . und der Herr . . .die ihr ehedem, und wie die Medisance sagt, nicht ganzvergeblich die Cour gemacht haben, schienen den ganzenAbend auf sie keine Acht zu haben; ich neckte den letzterndarüber ein wenig, aber seine Miene gab mir zu verstehen,daß er sie eben nicht sehr bedauerte. Als der Wagen fort-rollte, sagte die Gräfin . . . ganz spitzig: Die Neapoli«
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