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1 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 1
Entstehung
Seite
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bey dem Kornmangcl einzustellen.

der gemeinen Roth nichts billiger sey, als eine Steuerauf dieses Getränk. Die Landstände des vorigen Jahr-hunderts eiferten gegen das zunehmende Branndtcwein-trinken ärger als die Prediger, und baten recht eifrigdarum, dem Ucbel durch eine Vertheurung zu wehren.Die Englander und Franzosen haßten unsre Gegenden,weil der Branndtewein darinn zu wohlfeil war, und derPoms die Soltaten zum Sauffen verleitete. Warumsollte also eine solche Vereinigung im Kreise nicht heil-sam und nöthig seyn? besonders wenn der fleißige Un-terthan dagegen in andern Auflagen erleichtert würde?Kann die Entschuldigung, daß der Branndrewein zumNothdürstigeii gewisser Menschen gehöre, dagegen als er-'heblich angesehen, werden, da vor dreyhundert Iahrenauf dem platten Lande noch gar keiner gebrannt, undblvs der Vornehmere in den Städten mit Nordhäusernnd Quedlinburgcr gelabet wurde; gleichwohl aber derLandmann bey Pumpernickel und Bier eben so fleißig,wo nicht fleißiger war, als bey den vielen distillirrenGiften?

Unstreitig werden diese und ähnliche gute Absichtengar sehr dadurch gehindert, daß die westphälische Kreis-gesandschaft sich in der Stadt Cölln aufhält, wo sie vonder wahren Bedürfnis; des Kreises nichts erfähret, undsich auch gar nicht um dergleichen Anstalten bekümmert.Allein es ist unsre Schuld, daß wir bey dieser Stadt,welche blos der französischen Kriege halber zur Kreisstadterwählet worden, und deren Lage, nachdem die Neichs-kriege mit Frankreich auf lange Zeit ein Ende genommenhaben, allen guten Absichten zuwider ist, noch beharren.Oßnabrück hat die wahre Lage zur Kreisstadt. Sie liegtin der Mitte von allen, bequem zur Correspondenz mitdem uiedersächsischen Kreise, und so, daß man immerden Bremischen und Holländischen Markr absehen, mit-

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