z64 Vorstellung, das Brandtewembrennen
ficht erreichen, anstatt daß jetzt diejenige, so das Tan-zen verbietet, nur die Schellente ihrer Nachbarn be-reichert.
Noch glücklicher würden die Folgen einer solchen Ver-einigung sev», wenn einer zugleich von seinem Ueberflußdes andern Mangel abzuhelfen suchte. Der Kornhänd-ler wendet sich bey der geringsten Verlegenheit gleichnach Bremen, treibt dort die Preise in die Höhe, underwecket ein gefährliches Geschrei), ohne daß man nochrecht versichert ist, ob ein wahrer Mangel im Kreise vor-handen sey? Dies würde man gewiß nicht zu besorgenhaben, wenn die Kreisstande mittelst einer vertraulichenund sichern Correspondenz den wahren Mangel oder Vor-rath jedesmal zu beurtheilen im Stande waren. Manwürde dem entlegenen, Stande, der Korn genug, aberkein Fuhrwerk hat, dienen und sich selbst helfen können.Man würde das Fuhrwerk im Kreise einander zu tarif-mäßigen Preisen liefern, sich einander gleichsam in dieHand arbeiten, und die Cirknlation ^wim auf eine Artbefördern können, wobey alle Theilc Interesse findenwürden. Ja man könnte demjenigen Stande, der dengrößten Ueberstnß hatte, das Brandteweinbrenneu vonKreiswegen zugestehen, und sich vereinigen, dieses Ge-tränk binnen einer verglichenen Zeit blos von ihmzn nehmen, um sich auf diese Art einander zn stattenkommen.
Wollte man die Sache aufs Interesse treiben: sowäre nichts leichters, als im ganzen Kreise eine gleichför-mige Branndteweinsaccife einzuführen; anstatt daß jetztderjenige Stand, so seine gemeinen Ausgaben durch eineTranksteucr zu bestreiten sucht, wenig mehr ausrichtet,als daß die Untcrthanen einen Schritt über die Eränzethnn, und dort ein unversteuertes Glas ausleeren. AlleFinanciers stimmen darinn überein, daß bep erheischen-der