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1 (1804) Patriotische Phantasien, Th. 1
Entstehung
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360
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Z 60 Aufmunterung und Vorschlag

denkt billig darauf, das Andenken solcher Thaten, welchezn ihrer Ehre erst den Zeitungsschreibern und Journali-sten, und hernach solchen gelehrten Fabrikanten, welchedarans das Leben großer Kriegshelden beschreiben, un-bekannt bleiben, noch ans mehrere Arten in Segen zu er-halten. Und hieZn ist das Mittel einheimischerBiographien oder Lebensbeschreibungen gewiß das be-quemste und wohlfeilste. Unsre Vorfahren kannten die-sen großen Plan, indem sie die sogenannten Personalieneines verdienten Mannes drucken ließen. Und es istschade, daß die Satyre hier das Kind mit dem Bade ver-schüttet, und nicht darauf eingelenkt hat, daß olos ver-dienten Männern ex clooroto relpublicse dergleichen Ehrewiederfahren sollte. Doch dies im Vorübergehen.

Deutschland macht kein recht vereinigtes Ganze aus,wie andre Reiche. Es hat keine Hauptstadt wie Frank-reich und England, und folglich stehen dieicnigen Perso-nen, welche dem Scaare und gemeinen Wesen dienen,oder auch sonst in stiller Größe leben, nicht ans der Höheund in dem Lichte, worum sie sich in jenen Neichen befin-den. Wir können üns also nie schmeicheln, solche Bio-graphien zu erhalten, wie unsre Nachbaren haben. Wirkönnen höchstens Helden und Gelehrte (und dergleichenMuster brauchen wir so gar viel nicht), aber nie denMann, der dem Staate im Cabiner nnd ans dem Rath-hause dienet, zu einem Terrap H oder Becksord machen.Der Minister eines Bischofen oder Reichsgrafen mag sei-nem kleinen Staate noch so große Dienste leisten und zehn-tausend Unterrhanen glücklich machen; sein Ruhm wirdmit ihm bald in die Grube sinken, wenn er auf einen sol-chen

») Was muß man sich für Um Idee von cimm Manne machen, der sich mitdem Hasse eines Reichs beladen läßt, und allen EMtereven ausseist, umeinen völlig verdorbenen Staat wieder herjusteUen? Dergleichen zieht es allehundert Jahr nur einen.